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Wardriving: Illegal? Legal? Egal?

Was ist Wardriving? Drive

Diese Frage ist recht schnell beantwortet. Beim sogenannten Wardriving wird systematisch, mit Hilfe eines Fahrzeuges, nach W-LAN’s gesucht. Der Wardriver präpariert z.B. sein Notebook mit einer dafür geeigneten W-LAN-Karte und einem Programm, welches W-LAN’s „scannt“. Nun fährt der Wardriver zusammen mit seinem Notebook bestimmte Gebiete ab, wo er hofft, W-LAN’s zu finden. Die sogenannten W-LAN-Netze bzw. AP’s (Access Points) werden in einer Datenbank gespeichert inklusive Verschlüsselung, MAC-Adresse etc. Hat die W-LAN-Karte zudem noch eine GPS-Funktion, können auch die GPS-Koordinaten gespeichert werden und z.B. als Punkt auf einer Karte angezeigt werden. Oft wird der Punkt in verschiedenen Farben angeziegt, d.h. ist ein Netz „offen“, also ohne Verschlüsselung, wird er grün, das Netz WEP verschlüsselt gelb oder das Netz WPA verschlüsselt rot dargestellt.

Zu welchem Zweck dient Wardriving?

In erster Linie ist es sehr interessant, was sich und wie viele W-LAN-Netze in der Nachbarschaft z.B. befinden. Viele sehen dies auch als Wettkampf an. Wer die meisten AP’s findet der ist der „Größte“ ;). Doch gibt es auch viele mit einer kriminellen Ader, die sich die Unwissenheit der Betreiber der AP’s zu Gute machen. Sei es zur Sabotage oder das Durchschnüffeln fremder Netze.

Nun aber zum eigentlichen Thema dieses Artikels.

Ist Wardriving illegal?

Um es auf den Punkt zu bringen: Nein! Das blose „Wardriven“ ist legal, da man nun nach Netzen bzw. AP’s sucht und diese nicht betritt, nicht versucht zu „knacken“ oder sonst was. Illegal wird es, wenn man ein Netz betritt, ohne die Befugnis dazu zu haben. Findet man z.B. ein „offenes“ Netz und man betritt dieses, kann es als unbefugtes Abhören einer Funkanlage gewertet werden (Telekommunikationsgesetz § 89 Abhörverbot, Geheimhaltungspflicht der Betreiber von Empfangsanlagen). Das gleiche gilt, wenn versucht wird, die Verschlüsselung (WEP, WPA) zu „knacken“.

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